


Manuelle Lymphdrainage (MLD)
Was ist die manuelle Lymphdrainage?
Die manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine spezielle, sehr sanfte Massagetechnik. Sie regt den Abfluss der Lymphflüssigkeit an und hilft, Schwellungen (Ödeme) und Schmerzen zu reduzieren. Die Behandlung erfolgt durch speziell geschulte Therapeutinnen und Therapeuten. Die Behandlung ist schmerzfrei und wird als sehr entspannend empfunden.
Wann wird Lymphdrainage angewendet?
-
Lymphödemen (primären und sekundären)
-
Lipödemen (Fettvermehrungsstörung)
-
Posttraumatische Ödeme (Verstauchungen, Hämatome, Narben usw.)
-
Vor und nach Operationen
-
Wundheilung, Narbenbehandlung
-
Schwangerschaftsödemen
-
Geschädigtes Lymphsystem (meist durch entfernte Lymphknoten wegen eines Tumors oder durch Strahlenschäden)
-
"Schweren Armen/Beinen" durch Wasserablagerungen (bspw. durch Venenschwäche, Krampfadern)
-
Lymphabflussstörungen im Kopf (Kopfschmerzen, Migräne, Hirnerschütterung, Schleudertrauma)
-
Hauterkrankungen (Akne, Neurodermitis)
-
Zur Schmerzlinderung als sehr sanfte Therapieform
-
viele weitere Erkrankungen wie Morbus Sudeck (CRPS), chronische Sinusitis, Arthrosen, Tennisellbogen, Frozen Shoulder
-
Zur vegetativen Harmonisierung ("Sympathikolyse")
Wie wirkt die Lymphdrainage?
-
Fördert den Abtransport überschüssiger Gewebsflüssigkeit
-
Reduziert Spannungs- und Druckgefühle
-
Lindert Schmerzen / fördert die Beweglichkeit
-
Unterstützt die Entstauung und Geweberegeneration
Wie läuft eine Behandlung ab?
-
Die Behandlung erfolgt meist im Liegen. Es werden sanfte, rhythmische und kreisende Griffe angewendet.
-
Die Dauer beträgt ca. 30–60 Minuten.
-
Häufig ist die MLD Teil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE), zusammen mit Kompression, Bewegung und Hautpflege.
Was sollten Sie nach der Behandlung beachten?
-
Trinken Sie ausreichend Wasser
-
Ruhen Sie sich kurz aus
-
Tragen Sie ggf. verordnete Kompressionsbandagen oder -strümpfe
-
Bewegung (z. B. Gehen) unterstützt den Therapieerfolg
Wann darf keine Lymphdrainage durchgeführt werden?
-
Akuten Infektionen oder Fieber
-
Unbehandelter Herzschwäche
-
Akuten Thrombosen
-
Bösartigen Tumoren ohne ärztliche Freigabe